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Rund um den Wein

Geschmacksrichtung:
trocken unter trocken versteht man durchgegorene Weine von 0g/l - bis 9g/l Restzuckergehalt.
halbtrocken sind Weine mit geringem Restzuckergehalt von 9g/l - bis 18g/l.
lieblich ist ein angenehm milder gefälliger Wein bei einem Restzuckergehalt von 18g/l - bis 45g/l.
süß bezeichnet man Weine mit erhöhtem Restzuckergehalt ab 45 g/l und höher.

Trinktemperaturen:
Rosé und Weißherbste:
8 - 10°C
leichte Weißweine:
9 - 12°C
gehaltvolle Weißweine:
10 - 12°C
leichte, junge Rotweine:
14 - 16°C
gehaltvolle, reife Rotwein:
16 - 20°C

Mögliche "Probleme":
Weinstein Weinkristalle sind ein natürlicher Bestandteil des Weines. Bei Temperaturschwankungen und bei einem langsamen Reifeprozess kann es zu Weinsteinausfall kommen. Qualitätszeichen und kein Grund zur Beanstandung. Da die Kristalle schwerer sind als Wein, wird der Rest des Weines vorsichtig ins Glas gegossen.
Schimmelbildung
auf dem Kork
Durch längere Lagerung der Flaschen können hauptsächlich bei lieblichen Weinen Schimmelpilze den Korken von außen überziehen. Eine geschmackliche Beeinflussung des Weines ist nicht möglich, da die Schimmelpilze nie bis in die Zone des Weines vordringen. Ein leichtes Abwischen des Belages vor Öffnung der Flasche empfiehlt sich.

Kernpunkte der Qualitätskonzeption
Weine aus klassischen Rebsorten, gehobene Qualität, gehaltvoll,
kräftig, aromatisch und trocken.
Der Begriff "Classic" signalisiert dem Weinfreund, dass er einen Wein aus einer klassischen gebietstypischen Rebsorte vor sich hat, der einem gehobenen Qualitätsanspruch genügt, gehaltvoll, kräftig, aromatisch und trocken schmeckt.


Classic:
Herkunft Angabe des Anbaugebietes obligatorisch
Nähere Herkunftsangaben nicht erlaubt
Rebsorte
  • Strenge Auswahl klassischer gebietstypischer Rebsorten; Festlegung durch weinbautreibende Länder
  • Angabe einer einzigen Rebsorte in Verbindung mit der Bezeichnung Classic
  • Ausnahme: Trollinger und Lemberger
  • Ausschließlich aus "Classic"-Rebsorten hergestellt
Rebsorten Rheinhessen: Rivaner, Silvaner, Grauer Burgunder, Weißer Burgunder, Riesling, Spätburgunder, Dornfelder, Portugieser
Jahrgang Obligatorisch angeben
Mindestalkoholgehalt 1% Vol. über dem Mindestalkoholgehalt
der jeweiligen Rebsorte
Gesamtalkoholgehalt Mind. 12,0% vol.
Geschmacksrichtung
  • Restzuckerhöchstwert = Säure x 2,
    max. 15 g/
  • Keine Geschmacksangabe

Classic-Weine
Classic-Weine sind - das signalisiert schon ihre Bezeichnung - Weine aus klassischen Rebsorten. Diese sind für jedes der 13 Anbaugebiete festgelegt.
Dazu fallen jedem Weinkenner auf Anhieb sicherlich Riesling oder Spätburgunder ein. Darüber hinaus gibt es noch einige andere klassische Rebsorten. Allein schon deshalb, weil deutsche Weine (erfreulicherweise!) einen regionalen Bezug haben. Und in den dreizehn Anbaugebieten sind nun mal nicht immer die gleichen Rebsorten auch die seit Generationen angebauten.
Die weinbautreibenden Länder haben vor geraumer Zeit festgelegt, welche Rebsorten denn nun als klassische zu betrachten sind und demnach für einen "Classic-Wein" verwendet werden können. Dieser darf übrigens immer nur aus einer Rebsorte gekeltert werden.

Jahresüberblick des Winzers:
Januar Gleich im neuen Jahr steht die Kellerarbeit im Vordergrund. Das Filtrieren der jungen Weine und Vorbereitung auf die anstehende Flaschenfüllung.
Februar Ein Großteil der Weine wird nach erfolgreicher Reifung im Keller abgefüllt. Je nach Witterung ist auch der Rebschnitt in vollem Gang. Ziel ist es die Reben von altem Fruchtholz zu befreien und eine neue Fruchtrute für die neue Ernte anzuschneiden. Hierbei wird schon der Grundstock für eine gute Qualität gelegt. Ein geringer Anschnitt bedeutet ein geringer Ertrag und somit eine höhere Qualität.
März Das Biegen der Reben dient dem Fruchtaufbau des Rebstockes. Lässt man die Fruchtruten nach oben wachsen, verkahlt der Rebstock im unteren Bereich, es würden sich nur noch im oberen Bereich Trauben bilden. Der Verkauf des neuen Jahrgangs ist jetzt in vollem Gang.
April Im April werden neue Weinberge angepflanzt, die nach 3 Jungfeldjahren ihren ersten Ertrag bringen. In den Ertragsanlagen werden Bodenbearbeitungsmaßnahmen durchgeführt, zur besseren Durchlüftung des Bodens und zur Unkrautbekämpfung. Jede 2. Rebgasse wird offen gelassen, die andere ist begrünt.
Mai Im Mai fangen die Reben an auszutreiben, für den Winzer eine bange Zeit, die Angst vor Spätfrösten. Es werden nun ständig Bodenpflegemaßnahmen durchgeführt. Im Betrieb wird je nach Bedarf etikettiert, verpackt und Wein versendet und ausgefahren. Die zweite Flaschenfülletape steht auf dem Arbeitsprogramm.
Juni Im Weinberg werden die unteren Wasserschosse ausgebrochen, auch Stammputzen genannt. Die Rebblüte setzt nun ein und dauert je nach Witterung etwa 3 - 8 Tage.
Juli Spätestens im Juli wird es höchste Zeit die wilden Triebe herauszubrechen ( das sog. Ausbrechen) und die jungen Triebe aufzuheften. Für den Winzer ein sehr stressige Zeit, da die Pflanzen schneller wachsen als man der Arbeit nachkommt.
August Die Trauben wachsen kräftig heran, die Laubwand wird mittels Laubschneider gekürzt, damit die Trauben Luft bekommen.
Ende August beginnen wir mit dem Ausdünnen der Trauben, d.h. einige Trauben werden herausgeschnitten. Durch diese Ertragsminimierung wird die Qualität enorm gesteigert, da der Rebstock immer nur eine begrenzte Anzahl an Trauben ideal mit Nährstoffen versorgen kann.
September Die Vorbereitungen zur Traubenlese werden getroffen, Reinigung des Kellers und Aufbau der Herbstmaschinen. Ende September beginnen wir mit der Ernte der frühen Rebsorten.
Oktober Die Traubenlese ist, bei hoffentlich schönem Wetter in vollem Gange. Die Tanks werden gefüllt - die Existenzgrundlage für das kommende Jahr. Die Weine vergären sehr langsam, um Aroma- und Bukettverlusten vorzubeugen.
November Die jungen Weine müssen ständig verkostet werden.
Nach abgeschlossener Gärung werden die Weine von der Hefe getrennt (1. Abstich) und anschließend filtriert.
Dezember Das Weihnachtsgeschäft steht nun im Vordergrund. Verpacken und ausfahren von Weinbestellungen.